Das Projekt

SMART CITY Sondierung
LIVING GREEN CITY – 3D Grün & 3D Beteiligung
2016 – 2017

3D Grün & 3D Beteiligung – Kooperative Entwicklung eines lebenswerten grünen Stadtteils unter Einbeziehung der Bestandsgebäude und ihrer BewohnerInnen
HINTERGRUND & PROBLEMSTELLUNG
Graz, wie andere mitteleuropäische Städte erfährt großen Zuzug. Durch die zunehmende Versiegelung von Flächen steigt der Druck auf die übrigen Grün- und Freiflächen und übersteigt häufig deren Nutzungsmöglichkeiten – diese werden zu Konfliktzonen – die Lebensqualität verringert sich. Hinzu kommt die Beckenlage der Stadt Graz, welche sich auf das Stadtklima negativ auswirkt (hohe Schadstoffbelastung, wenig Luftaustausch). Eine hohe Lebensqualität in der Stadt erfordert, dass „das Grüne“ mit seinen vielfältigen Funktionen (Erholungs- und Freiraum, sozialgesellschaftlicher Verhandlungsraum, Luftgüte- und Klimaregulativer Raum,…) dreidimensional mit in die Stadt zieht. Die Einbindung von BewohnerInnen in Planungsprozesse ist dabei für die Qualität und Akzeptanz der Ergebnisse erforderlich, in der Planungspraxis bis dato aber von untergeordneter Bedeutung.

ZIELE UND INNOVATIONSGEHALT
Übergeordnetes Ziel der Sondierung ist es, die Machbarkeit einer integrierten mehrdimensionalen Entwicklung lebendiger Grüner Infrastruktur im Stadtteil Graz Waagner-Biro zu untersuchen. Die Entwicklung eines lebendigen Grünen Stadtteils als interdisziplinärer Prozess der Koproduktion unter Berücksichtigung (jahres)zeitlicher, räumlicher, technischer, wirtschaftlicher, prozessualer, sozial-gesellschaftlicher und philosophischer Gesichtspunkte. Es werden sowohl Bestandsflächen und –gebäude als auch zukünftig geplanten Bauvorhaben/-flächen im Stadtteil untersucht.
3D Green unter 3D Beteiligung: Mensch und Pflanze sollen in ein positives soziales, gestalterisches und technisches Wirkungsgefüge gesetzt werden; ein funktionales System Mensch, Raum, Technik und Pflanze entstehen. 3D Beteiligung – mit 3D Kommunikation: Stadtteilentwicklung als mehrdimensionaler Beteiligungsprozess – was passiert wenn Menschen, Institutionen und Biosysteme die Stadt wirklich koproduzieren? Ein von Beginn an konsequent interdisziplinäres Design eines gemeinsamen Lern- und Entwicklungsprozess hin zu einer „Living Green City“ geht weit über bisher übliche Planungspraxis und Beteiligungssettings hinaus.

ANGESTREBTE ERGEBNISSE
Als Ergebnisse der Sondierung werden qualifizierte und wo möglich quantifizierbare Aussagen hinsichtlich der technischen, wirtschaftlichen und sozialen Machbarkeit der Ko-Produktion eines lebendigen grünen Stadtteils erwartet. Dafür werden konkrete Umsetzungsmaßnahmen und Prototypen zur optimierten und mehrdimensionalen Ausgestaltung neuer und vorhandener Grünflächen und –räume gemeinsam entwickelt.

Projektkonsprtium:

Stadtlabor Graz

TU Graz –